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Nähen lernen mit farbenmix – Nähzubehör : 8 Helfer auf die du nicht verzichten solltest

Nähen lernen Nähzubehör - Tipps für Nähanfänger - 8 Helfer auf die du nicht verzichten solltest.

 

Letzte Woche ging es bei Nähen lernen mit farbenmix um das Maßnehmen bei Kindern. Diese Woche möchte ich euch ein paar unverzichtbare Helfer vorstellen und Tipps geben, auf was ihr unbedingt achten solltet.

Stell Dir vor, du hast dein hart verdientes und gespartes Geld in einen tollen Stoff investiert, lange hin und her überlegt, welchen Schnitt du nähen möchtest und dann legst du los und bist enttäuscht, wenn es nicht 100% flutscht. Das kann natürlich an vielen Dingen liegen. Aber glaub mir, ich habe am Anfang meiner Nähbegeisterung noch nicht alle diese Tipps gekannt und habe öfter Lehrgeld gezahlt als mir lieb war. Ich würde mich freuen, wenn ihr diese Tipps beherzigt und zumindest den ein oder anderen Fehler nicht mehr machen müsst.

Natürlich ist aller Anfang schwer und vielleicht nicht jede Naht wird gerade. Aber es gibt Dinge die man von Anfang an ausschliessen kann und sich nicht ärgern muss, wenn man den Stoff oder Kleidungsstück in die Tonne klopfen muss oder aufwendig retten. Anfangen möchte ich mit :

 1. die richtigen Nähmaschinennadeln verwenden

Nähzubehör - die richtige Nähmaschinennadel für dein Projekt. - nähen lernen mit farbenmix

 

Als ich angefangen habe zu nähen, dachte ich mir, dass es da schon keine so großen Unterschiede geben kann. Doch gibt es. Glaubt mir. Die richtige Nadel je nach Stoff und Anwendung ist wirklich wichtig. Ich erinnere mich jahrelang nur Universalnadeln benutzt zu haben. Die Stärke wusste ich noch nicht einmal mehr. Ergebnisse waren unterschiedlich. Von Fäden die der Stoff dann gezogen hat bis Löcher. Irgendwann habe ich mir dann ein kleines Sortiment zugelegt für die häufigsten Anwendungen. Von da an lief es tatsächlich besser. Gerade bei sehr feinen Stoffen, Leder oder auch beim Taschen nähen.  HIER könnt ihr übrigens alles noch einmal ausführlicher nachlesen. Auf unserer Grundkenntnisse Seite werden noch einige Nadeln mehr vorgestellt.

Hier meine am häufigsten benutzen Nähmaschinennadeln:

  • Universal Nadeln – super für gewebte Baumwollstoffe, aber achtet unbedingt auf die Stärke der Nadel die zum Stoff passen sollte, eine 70er Nadel für ganz dünne Stoffe und eine 110 für grobe und dicke Stoffe.
  • Jersey Nadeln oder Ballpoint – super für Maschenware. Durch die abgerundete Nadelspitze, gleitet die Nadel an der Mache vorbei und werden nicht durchstoßen – was dann zu „Laufmaschen“ führen kann. Glaubt mir, dass ist mir so oft anfangs passiert, dass ich immer dachte, der Stoff wäre so mies verarbeitet. Dabei saß das Problem vor der Nähmaschine und natürlich war ich auch zu faul zu wechseln. Gerade weil ich hinterher nicht immer wusste wo ich die andere Nadel hingetan hatte. Aber da gibt es auch Tipps. Die verrate ich euch zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Stretch Nadeln – Stichwort Lycra und Viskose-Jersey. Die Stretch Nadeln sind wirklich nicht wie Jersey Nadeln. Der Unterschied liegt in der Form und beim Öhr. Fehlstiche bei hochelastischen Stoffen werden mit diesen Nadeln vermieden.
  • Microtex Nadeln – Stichwort Seide, Softshell. Überall wo ihr ein besonders dichtes oder fein gewebtes Material habt. Die Nadel ist besonders spitz und schlank.
  • Leder Nadeln – durch die Dreikantschneidspitze sticht sie feine Löcher ins Leder. Diese Nadel nicht für anderes Material verwenden, denn sie durchtrennt die Gewebefäden und Löcher sind vorprogrammiert. Auch hier solltet ihr auf die Stärke achten. Je nach Leder dass ihr verarbeiten möchtet. Feines Ziegenleder unbedingt mit einer niedrigen Zahl wählen.
  • Jeans Nadeln – Wer viel Jeans vernäht, sollte sich diese Nadeln besorgen. Die leicht abgerundete Spitze dringt aufgrund des verstärkten Schaftes gut durch das Jeansgewebe ohne das Gewebe zu beschädigen. Auch für Canvas super.

Ich möchte hier noch kurz erwähnen, bei Nähzubehör lohnt es sich tatsächlich ein paar Cent oder Euro mehr auszugeben für ein Markenprodukt. Gerade bei Nadeln habe ich das oft festgestellt. Und dann denke ich mir immer… Mist schon wieder am falschen Ende gespart 🙂

2. Scheren

nähen lernen mit farbenmix - tipps für Nähanfänger - die richtige Schere

Da benutze ich drei Stück (ok ok ich gebe zu ich besitze bestimmt 8 Scheren die sich im Laufe der Jahre hier angesammelt haben. Es gibt jede Menge Scheren, die super praktisch sind. Auch hier könnt ihr einiges auf unserer Nähzimmer Seite nachlesen. Sabine hat hier auch schon einmal einen tollen Beitrag darüber geschrieben, denn kann ich euch auch nur ans Herz legen. Profi Tipp von Sabine. Die Stoffschere immer mit einem Bändchen versehen, damit jeder weiß, dass ist die Stoffschere. Sprich: Finger weg *lach*.

Ich gestehe, mir reichen diese drei:

  • Papierschere – zum Schnittmuster ausschneiden. Ich mag gerne große Scheren, aber das ist wirklich Geschmacksache.
  • Stoffschere – hier bevorzuge ich die Scheren mit hochstehenden Griff. So kann ich die Schere beim Zuschnitt schon flach auflegen und sauber schneiden. Wichtig ganz wichtig: Niemals Papier damit schneiden. Die Schere wird ruckzuck unscharf. Bei der Stoffschere habe ich tatsächlich Geld in die Hand genommen und mir eine Markenschere gekauft. Ich habe sie seit 12 Jahren und sie schneidet immer noch top. Sollte das mal nicht mehr so sein, bringe ich sie bestimmt zum Scherenschleifer, denn ich liebe diese Schere. Schneidet wie Butter durch alle Stoffe. Das war eine der besten Investitionen überhaupt.
  • Stickschere – praktisch zum Schneiden kleiner Fäden – ich nutzte sie eigentlich als Fadenabschneider. Aber natürlich sehr praktisch, um Spannfäden abzuschneiden, wenn eure Stickmaschine das nicht von selber kann. Meine konnte das nicht und ich war über eine gebogene Stickschere damals sehr sehr dankbar.

Ab und zu benutze ich noch eine ZickZack Schere, wenn ich besondere Effekte haben möchte. Gerade wenn ich Buttons aus Filz ausschneide. Aber die ist wirklich selten bei mir im Einsatz.

3.Rollschneider

ein guter Rollschneider erspart dir viel Zeit - nähzubehör dass sich wirklich lohnt. nähen lernen mit farbenmix

Ein weiteres Nähzubehör auf das ich mittlerweile nicht mehr verzichten möchte ist ein guter Rollschneider. Ich habe einen mit einer 45mm Klinge. Auch hier müsst ihr wie bei der Stoffschere aufpassen. Die Klinge wird schnell stumpf wenn ihr andere Dinge außer Stoff schneidet. Ich dachte anfangs, dass wäre völlig unnötig, ich habe ja ne Stoffschere, aber ich habe es sehr zu schätzen gelernt, gerade bei Patchworkarbeiten.

Unverzichtbar. Achtet hier auch auf Qualität. Baumark Rollschneider kann ich aus Erfahrung nicht empfehlen. Meiner Rollschneider von OLFA und Prym haben mich dagegen nie in Stich gelassen. Ich habe auch einige No-Name Rollschneider ausprobiert, die waren anfangs auch sehr gut, da aber die Verarbeitung zum Teil nicht ganz so hochwertig war, hatte ich nicht ganz so lange was davon. Benutzt ihr diesen viel, macht bestimmt ein Markenprodukt Sinn.

4. Markierwerkzeug

Dieses Nähzubehör ist unverzichtbar. Wie oben schon erwähnt. Ich markiere mir immer die Nahtzugabe.Mittlerweile habe ich vieles ausprobiert. Überzeugt hat mich der Kreidestift und der Markierstift/Trickmaker, der dann wieder unsichtbar wird. Natürlich funktioniert auch wunderbar die gute alte Schneiderkreide. Schaut hier, dass diese immer schön angespitzt ist.

Kreidestifte bekommt ihr auch mit verschieden farbigen Minen zum Auswechseln. Er lässt sich problemlos ausklopfen oder mit einem Tuch abwischen. Beim Markierstift hatte ich schon ganz unterschiedliche – einige verschwinden nach wenigen Minuten andere nach einem Tag.

5. Schneidematte

Das Bild hier habe ich mir von Sabine gemopst. Schneidematten gibt es mittlerweile in vielen hübschen Farben. Mein Tipp ist hier eine selbstheilende Schneidematte zu benutzen, denn der Rollschneider zerstört sonst über kurz oder lang die Matte und sauberes Schneiden ist dann nicht mehr möglich. Meine Empfehlung wäre gleich eine große Schneidematte mit 60x 90.

6. Handmaß / Messwerkzeug

  • Maßband – zum Maß nehmen unverzichtbar, ich habe auch ein Maßband an den Tisch befestigt, wenn ich vom Ballen abschneiden möchte. Sehr praktisch aber ich glaube es gibt niemanden der kein Maßband besitzt 🙂
  • Handmaß – ich messe damit ab und zeichne mir immer die Nahtzugabe ein. Pi mal Daumen klappt bei mir nicht. Ich bewundere alle die ohne anzeichnen zuschneiden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mir oft genug nicht das Schnittmuster auf den Stoff übertrage mit einem Markierstift. Umso wichtiger ist für mich eine exakte Nahtzugabe auf die ich mich verlassen kann.
  • Washi-Tape – klebe ich oft an die Nähmaschine um mich besser zu orientieren und den Stoff besser zu führen. Die Linien auf der Machine reichen teilweise nicht aus, bzw. ich finde es mit dem Tape einfacher als auf die Linien an der Maschinen Stichplatte zu achten
  • Patchwork Lineal – für mich unverzichtbar beim Abmessen. Ich besitze ein Lineal in cm und eins in inch. Auch wenn ich gerade Kanten schneiden muss, benutze ich meine 60 cm langen Patchwork Lineale.

7. Nähclips / Stecknadeln

Stecknadeln müssen bei mir schön scharf und am liebsten sehr dünn sein. Mittlerweile bin ich über die Nähclips sehr dankbar und benutze sie eifrig. Auch hübsche Nadeln mit Herzen findet man mittlerweile. Wichtig ist, finde ich, dass sie sich nicht verbiegen. Da hatte ich jetzt bei besonders hübschen Nadeln eher weniger Glück. Deswegen greife ich doch lieber zu meinen Klassikern.

  • Stecknadeln – es gibt sie mit Glaskopf und ohne. Ich persönlich mag die mit Glaskopf lieber, da ich gerne mal die ein oder andere Nadel übersehe. Mit Glaskopf passiert mir das seltener. Außerdem kaufe ich immer noch ein paar lange Stecknadeln – sehr nützlich beim Quilten.
  • Nähclips – gibt es in verschiedenen Längen und Breiten. Ich verwende sie mittlerweile häufiger als Stecknadeln. Gerade auch wenn man Material hat, wie Leder oder SnapPap. Auch beim Taschennähen bin ich sehr dankbar mittlerweile über die Clips.

Ich gebe zu ich hefte kaum noch was. Profis schlagen jetzt bestimmt die Hände über dem Kopf zusammen. Aber für meine Zwecke komme ich gut mit Stecknadeln und Clips zurecht.

8.Nahttrenner – mein wichtigstes Nähzubehör 🙂

Unverzichtbar oder? Besorgt euch gleich noch einen zweiten. Nichts ist schlimmer, als Trennen zu müssen und der Nahttrenner ist unauffindbar. Eine guter Nahtauftrenner ist scharf und hat eine feine Spitze. Ich benutze ihn auch für die Knopflöcher. Dabei immer eine Nadel am Ende hineinstecken, sonst trennt man für das Ziel hinaus.. hachz wie oft ist mir das passiert. *lach*.  Eigentlich verwunderlich, dass ich mein wichtigstes Nähzubehör ganz an das Ende der Liste gesetzt habe. Den Nahttrenner benutze ich leider öfter als mir lieb ist. 🙂

Das waren sie, meine 8 Helfer auf die ich nicht verzichten möchte. Gutes Nähzubehör lohnt sich und gerade bei Scheren und Nähnadeln sollte man unbedingt auf gute Qualität achten. Benutzt wirklich verschiedene Nähnadeln – je nach Einsatz. Damit habe ich mir viele Teile für die Tonne erspart. Und auch ne richtig gute Schere ist gold wert. So jetzt höre ich aber auf mit meinen Tipps und Erfahrungen. Für die die schon länger nähen ist das natürlich ein „alter Hase“ – Aber falls ihr euch als Nähanfänger gefragt habt, welches Nähzubehör ihr braucht, hoffe ich, dass ich euch mit dieser kleinen Liste weiter helfen konnte.

Nächste Woche am Dienstag geht es wieder weiter mit Nähen lernen mit farbenmix. Ich hoffe ihr schaut wieder vorbei.

Herzliche Grüße von Emma

 

Den ersten Teil der Serie : Nähen lernen mit farbenmix – Maßnehmen findest Du HIER.

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