Eine kleine Ostergeschichte – oder eine Hoffnung die ich habe…

Eine kleine Ostergeschichte

eine kleine Ostergeschichte - im farbenmix Blog

Keine Sorge ich werde heute nicht über das letzte Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung schreiben – zumindest nicht im farbenmix Blog. Aber ihr kennt mich, zu bestimmten Anlässen und Feiertagen mache ich mir immer viele Gedanken und komme nicht umher auch diese mit euch zu teilen. 🙂

Wir haben euch in den letzten Wochen immer wieder mit tollen Osternähideen und Inspirationen versorgt. Vielleicht geht es euch ja wie uns, und ihr liebt es, ein bisschen zu dekorieren, zu backen und natürlich auch Ostereier zu färben. Sehr viele von euch, haben mit Freude die eierlegende Hennriette genäht – ich natürlich auch 🙂 – wer kann da schon widerstehen. Es macht Spaß für bestimmte Feiertage zu nähen und die Vorfreude auf ein schönes Fest mit der Familie und Freunden ist wundervoll. Der Ostersonntag das Ende der Fastenzeit wird bei uns mit Ostereiersuche und einem besonders leckeren Essen gefeiert. Wie wahrscheinlich bei ganz vielen von euch. Ich mag Ostern…

aber wo bleibt jetzt die eine kleine Ostergeschichte?

Ok eine richtige Geschichte ist es wohl nicht, sorry. Eher ein Wunsch eine Bitte oder Hoffnung (geht doch um Hoffnung an Ostern..) . Ich nähe ja schon ne ganze Weile und bin auch schon lange ein farbenmixer. Meine allerersten Schnittmuster waren farbenmix Schnitte und über die Jahre habe ich mich zusammen mit farbenmix nähtechnisch auch weiter entwickelt. Dank der umfangreichen Anleitungen und der farbenmix Nähschule. Ich liebe den Austausch in der farbenmix Familie.

Einige von euch werden sich (wie ich) an die guten alten Nähzeiten erinnern. Die Klick und Blick Galerie. Damals haben nicht wirklich viele genäht. Die „Szene“ war überschaubar. Wir haben dort unsere Werke gezeigt, es haben sich Menschen in real life verbunden. Man hat sich teilweise Stoff geteilt usw. Dann kam der farbenmix Blog und so haben wir uns immer mehr vernetzt. Viele Blogs haben wir durch Kommentare und Blogroll entdeckt. Ich erinnere mich noch gut, als Sabine geschrieben hat, dass farbenmix jetzt auch bei Facebook ist und innerhalb von Tagen haben sich 100rte – ach quatsch 1000de bei Facebook registriert und haben auch angefangen dort ihre Kreationen zu teilen ( und Freundschaftsanfragen gestellt 🙂 )

Die Zeiten haben sich verändert, viele der Blogs von damals existieren heute leider nicht mehr. Viele haben auf Facebook oder Instagram gesetzt. Viele „schimpfen“ über den Algorithmus und sind traurig, dass ihre Werke kaum noch gesehen werden. Man setzt auf Insta Stories ( und auch hier wird sich der Algorithmus über kurz oder lang genauso entwickeln). Habt ihr nicht den Eindruck man wird immer bequemer?

Aber wie vernetzen wir uns dann noch?

Also wenn ich gefragt werde, wie man sich am Besten vernetzen kann, dann sage ich immer: Setzt auf deinen eigenen Blog. Deine eigene Seite. Schreibe und zeige deine Leidenschaft auf einer Plattform, bei der du das sagen hast. Natürlich nutze auch die Plattformen, aber verlaß dich nicht einzig und alleine auf sie. Zu diesem Thema könnte ich eh sehr viel schreiben. Aber das vernetzten allein ist nicht das A und O. Eher wie wir uns vernetzten. Ich habe in der letzten Zeit bei einigen immer öfter gelesen, dass sie sehr traurig sind, dass sie kaum noch Reaktionen auf ihre Werke bekommen. Das keiner kommentiert und nur noch was geschrieben wird, wenn es was zu gewinnen gibt. Ganz so schlimm sehe ich es nicht, aber die Tendenz ist da. Es wird unglaublich viel konsumiert, auf Instagram wird zwar (noch) gerne geliked ( so ein doppelklick auf dem Bild ist ja schnell gemacht) aber kaum noch jemand nimmt sich die Zeit, sich auszutauschen. Schade. Ja es gibt viel mehr zu sehen und zu entdecken als noch vor einigen Jahren. „Man muss Prioritäten“ setzen.

Aber würdet ihr euch nicht auch freuen, wenn eure Leser oder Follower auch mal ein paar nette Kommentare schreiben? Sei es in den Facebook Gruppen in denen ihr eure Sachen teilt, auf eurem Blog oder auf Instagram? Einfach mehr Wertschätzung zeigen? Oder wenn ihr Anfragen bekommt, dass diese nett formuliert werden? Ich habe neulich unter einem Beispiel gelesen: der Stoff, woher? Ich mein:  hallo – warum sollte man auf so eine Frage antworten? Wenn man sich nicht mal die Mühe macht einen ganzen Satz zu schreiben 😉

Naja ich will nicht alle schlecht reden, denn zum Bespiel in unserer Facebook Exklusiv Gruppe ist ein wundervolles Miteinander. Voller Hilfsbereitschaft und auch in der geschlossenen Format-Nähen fB-Gruppe ( für alle die das Schnittmusterkonzept gekauft haben und sich vernetzten wollen), herrscht eine wundervolle Atmosphäre. Wie in den Anfängen. Man zeigt, frägt, bekommt Antworten und geht mit einem echten Mehrwert wieder raus. Das ist eine schöne Art der Vernetzung. Und das ist meine Hoffnung:

Vernetzt euch wieder mehr mit Herz und Seele. 

Kommentiert und supported euch gegenseitig. Das wäre toll und würde alles doch ein Tick schöner und besser machen. Nehmt euch ein bisschen Zeit dafür und ab und zu auch Zeit für ein Danke. <3 – es gibt viele Designer die ihre Ebooks (gratis) zur Verfügung stellen, und manchmal bin ich echt ein bisschen traurig, dass so wenige dann auch mal dem Designer ein Danke da lassen…(auch wenn die Downloadzahlen immens sind). Glaubt mir die Designer würden sich echt darüber freuen.

Apropos danke: auch ich möchte mich bei euch auf jeden Fall bedanken, denn wir farbenmixer sind doch ein ganz besonderes tolles Völkchen 🙂 DANKE für viele tolle Kommentare, Emails und Nachrichten. Und natürlich für die vielen tollen Beispiele die ihr näht und mit uns teilt. DANKE 💙für so viele Jahre die ihr uns schon begleitet und voller Leidenschaft dabei seid. Ihr seid toll.

In diesem Sinne habt ein wundervolles Osterfest und wir lesen uns bald wieder mit Inspirationscontent. Ich hoffe, diese eine kleine Ostergeschichte, war zwischendurch auch mal ok für euch. In der Hoffnung auf ein liebevolleres und wertschätzenderes Netz.

Herzliche Grüße von Emma

19 thoughts on “Eine kleine Ostergeschichte – oder eine Hoffnung die ich habe…

  1. Christine:

    Liebe Emma,
    Du sprichst mir aus der Seele! Ich lese so viel lieber eine schöne Geschichte in einem Blog als diese vielen Instagram Stories. Natürlich gehen diese schneller und sind auch manchmal für schnelle Tipps und angekündigte Aktionen sinnvoll, aber so eine Geschichte mit ausgewählten Bildern ist so viel interessanter und liebevoller!
    Ich jedenfalls weiß das sehr sehr sehr zu schätzen und freue mich, wenn meine Liebling-Blogs sich melden!
    Ein frohes Osterfest mit sonnigen Gedanken wünscht
    Christine

  2. liebe emma, sehr schön geschrieben und teilweise dachte ich, du kannst gedanken lesen 😉
    herzliche grüße und ein schönes osterfest von colette, die überlegt, nach 10 jahren wieder mit dem bloggen anzufangen 😊

  3. K.S.:

    Das nenne ich einmal eine Ansage! Ich gratuliere ❣️
    Respekt und Anerkennung ist etwas, was viele nicht mehr kennen oder auch nicht für nötig halten! Wir verklagen die Menschen lieber.
    Ich wünsche Dir und deinem Team frohe Ostern 🐣 und finde es toll das es euch und dich gibt! Frohe Ostern! Ein treuer Fan der nicht näht aber immer wieder eure Sachen bewundert ❤️

  4. Margot:

    Liebe Emma,
    Dein Beitrag regt sehr zum Denken an!
    Ich denke, es ist auch eine Frage des Alters. Ich habe schon genäht, da gab es noch gar kein Internet.
    Als Kind hat es mich einfach fasziniert.
    Als Teenie gab es das eine oder andere Outfit, das sonst finanziell nicht möglich gewesen wäre – ja, damals hat man wirklich noch genäht, weil das günstiger war als gekaufte Kleidung.
    Ab meiner Ausbildung habe ich „weitergenäht“, da ich mir gar keine Businesskleidung kaufen konnte – hat einfach von den Proportionen nicht gepasst.
    Am allerwenigsten habe ich – entgegen allen Trends – genäht, als meine Kinder klein waren. Habe ich in der (stressigen) Zeit einfach nicht auf die Reihe bekommen.
    Die Nähcommunities im Internet habe ich erst vor ca. 5 Jahren entdeckt.
    Und ja, die Inspiration war nie größer – aber irgendwie komme ich vor lauter Inspiration und Internet gar nicht mehr so viel zum Nähen wie früher.

    Aber ich komme auch noch aus einer Zeit, in der man in ganzen Sätzen geredet hat, sogar Briefe auf Papier geschrieben hat.
    Von meinen Kindern muss ich mir immer wieder sagen, dass z.B. Whats-app ein KURZnachrichtendienst ist, und man eben keine ganzen Sätze schreibt.
    Ich glaube ganz sicher, dass das einen großen Einfluss auch auf den Alltag und den Umgang miteinander hat!
    Anfangs habe ich solche, aus meiner Sicht „ruppigen“ Kommentare bei Facebook einfach nur als eben ruppig bzw. unhöflich empfunden. Inzwischen kann ich anhand vom Schreibstil bzw. Textumfang ungefähr in Altersgruppen einteilen und dadurch leichter „drüberwegsehen“.
    Allerdings bin ich der Meinung, Höflichkeit darf nicht aussterben! Auch wenn selbst meine eigenen Kinder mich als „altmodisch“ bezeichnen.

    Frohe Ostern und liebe Grüße, Margot

  5. Moni:

    Ja, ich kann supergut nachvollziehen, was Du da schreibst. Ich setze auch immer noch auf den eigenen Blog und freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn tatsächlich jemand einen Beitrag kommentiert. Ich wehre mich zwar nicht gegen Instagram, da bin ich ebenso aktiv, aber ich muss nicht auch noch eine Facebook-Seite haben, obwohl die Idee immer mal wieder in meinem Kopf aufploppt. Einfach weil man ja kaum davor geschützt ist, nach Resonanz süchtig zu werden. Bisher konnte ich mich aber zurückhalten. Und wenn ich einen tollen Beitrag lese oder sehe, dann gebe ich auch gerne meinen Senf dazu, denn gerade weil ich weiß, wie sehr ich mich selbst darüber freue.

  6. Marion:

    Liebe Emma,

    ich kann deine Empfindungen sehr gut nachvollziehen! In dieser vernetzten Welt scheinen die Synapsen von überall her gleichzeitig zu feuern, so das die persönliche Auswahl immer schwerer fällt. Mir liegen z.B. die aggressiven Verkäufer nicht so, die aus einem Mangel heraus ihre Produkte anpreisen wie Sauerbier, da fühle ich mich als Kunde nicht gesehen. Wenn dann noch ständig irgendwelche Fenster auf der Website aufploppen mit Ideen, die zusätzlich gekauft werden könnten, bin ich als Kunde weg. Mein Fokus liegt auf der Herzebene und da finden sich immer öfter wahre Schätze im Netz, zu denen ich wie von selbst finde.

    Ich freue mich sehr, das Farbenmix anders ist. Von Anfang an hat mich die „herzliche Atmosphäre“ hier berührt. Und als Sabine ihr FORMAT eingeführt hat, dachte ich gleich, sie öffnet ein Tor, das alle Nähwilligen von Format glücklich macht, was auch an den vielen Kommentaren zu ihren Beiträgen sichtbar wird.

    Im letzten Jahr habe ich meinen Blog nach einigen Jahren ebenfalls sterben lassen. Doch die Erfahrung des Bloggens möchte ich nicht missen, denn sie hat mich mutiger gemacht, meine Sicht auf die Welt im Internet zu teilen.

    Ich danke Dir, Sabine und dem ganzen Team für euer freudiges Dasein in der Nähwelt und halte euch weiterhin die Treue, weil ich den liebevollen Umgang miteinander wertschätze. Es ist so wohltuend, „anders“ zu SEIN!

    Frohe Ostern und herzliche Grüße
    Marion

  7. Andrea:

    Hallo Emma. Du hast vollkommen recht, man sagt zu wenig Danke. Dabei ist Danke Ei e so schönes Wort und sollte viel häufiger benutzt werden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen um euch mal Danke zu sagen. Eure Seite ist mit so viel Liebe und Freude gestaltet das es immer wieder Spaß macht bei euch rein zu schauen. Und ich freue mich wenn ich etwas bei euch bestellt habe, die Stoffe sind immer so liebevoll verpackt. Und diese tollen Grußkarten dazu. Ich freue mich sehr. Also an alle vom fabenmix Team vielen viel Dank. Macht bitte weiter so.

  8. Nunu:

    Der Artikel hat mich nachdenklich gemacht. Weil ich zufällig zu Instagram gekommen bin und zu meinem Erstaunen festgestellt habe, daß mir das Spaß macht. Und weil ich ansonsten eine eigene Homepage habe, bei der ich den Quelltext im Griff habe und bei Instagram nicht. Und weil ich oft auch höre, daß einige Gestalterinnen von Anfragen überschüttet werden, so daß sie nicht alles lesen können, schon gar nicht beantworten. Insofern danke ich Dir für Deine Sichtweise. Ich bin noch dabei, mir ein Bild zu machen, was ich gut finde und was ich meiden werde.
    Farbenmix war vor 15 Jahren? eine Entdeckung für mich. Ich nähe nicht um des nähens willen, sondern weil ich das Zeug nachher benutzen will. Es ist eine von vielen Techniken für mich. Mein nächstes Lernen wird sein, webbänder zu vernähen. Ich habe welche, aber ich plane sie nicht ein, is ja Tüddelüt und fertig wird es auch ohne… deshalb bin ich wieder hier gelandet, Ihr seid so inspirierend!
    Vielen Dank für die ganzen Anregungen und die Bildergalerie mit fertigen Werken, so daß ich mir bei Schnittmustern ein gutes Bild machen kann! Eure Papierschnittmuster kaufe ich auch gern.
    Nunu

  9. Juli:

    Hallöchen
    Ich finde Blogs fiel angenehmer als FB und Insta.(Besitze auch keinen dieser Accounts) Leider leider sind echt viele Blogs verschwunden, das ist sehr schade,auch das auf Bestehenden kaum noch ein Dankeschön ankommt.
    Wenn es um ein „Bitte, Danke, Entschuldigen Sie oder: kann ich helfen…“ geht, bin ich gerne Altmodisch. „danke“ tippt sich doch auch so schnell, das muss schon sein.
    Ich lese euch gerne, kommentiere nicht sooo oft und wenn dann meist kurz (in ganzen Sätzen 😘)
    Ich wünsche euch allen eine schöne Osterzeit
    Juli

  10. Ich lese nur selten auf Facebook und setze sonst auf meinen Blog, wo ich mich über jeden Kommentar freue. Umgekehrt lese ich selber fast nur Blogs und kommentiere dort auch. Für mich ist es ein wertvolles Hobby, das mir schon so einige persönliche Blogbekanntschaften ermöglicht hat, die mir sehr kostbar sind. Schön finde ich, dass farbenmix seinen Blog so pflegt. Liebe Grüße Ingrid

  11. Liebe Emma,
    So ähnlich sind auch meine Gedanke zum Thema „Bloggen“. Meine Blog hat Ende des letzten Jahres seinen zehnten Geburtstag „gefeiert“ und ich habe darüber nachgedacht, ob das nicht ein guter Zeitpunkt zum Aufhören ist. Denn ich habe mich schon häufiger gefragt, warum ich mir die ganze Mühe mit Fotos und Text mache, wenn vielleicht doch keiner mehr mitliest. Aber da mein Blog auch eine Art „Tagebuch“ ist, in dem ich selber immer wieder gerne lese und zurückschaue, werde ich weiter machen und vielleicht liest ja doch noch der eine oder andere mit.
    Ich lese auf jeden Fall immer noch in zahlreichen Blogs.

    Liebe Grüße und schöne Osterfeiertage

    Britta

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