24. August 2008

LeseStoff und Plauderei am Sonntag

Gerade beschäftige ich mich mal wieder mit Stoff und seiner Ausrüstung. Dies ist heutzutage kein ganz einfaches Thema. Unzählige Möglichkeiten und diverse Kombinationen von Stoffbehandlungs- und Herstellungsverfahren sind möglich. Diese reichen von ganz billig bis zu handgewebter/ -gestrickter, völlig unbehandelter Wolle/Seide/Baumwolle, vom ersten Samenkorn ökologisch produziert, bis hin zu sehr billig produzierten, kratzendem Gewebe für Putztücher.

Auch wenn ich nicht unbedingt ein Freund von Regeln, Vorschriften und Standards bin, finde ich für Verbraucher, aber auch Hersteller, den Öko Tex 100 sehr hilfreich. Das Label hat sich durchgesetzt und schafft tatsächlich durch unabhängige Kontrollen „Textiles Vertrauen“.
Gerade ein Stoff auch für Kinder sollte nach diesen Richtlinien produziert sein.

Auch die Produktion in Europa finde ich außerordentlich wichtig, denn so entfallen die langen Schiffswege. Damit auf den monatelangen Reisen die Stoffe nicht einfach den Insekten als Nahrung oder Nest dienen, werden sie in der Regel schon im Vorfeld mit entsprechenden Giftstoffen behandelt. Diese sind dazu noch gut anhaftend, da ja die Ware lange geschützt werden soll.

Natürlich kostet der Stoff den Hersteller mehr und diese Preisdifferenz wird auch an den Verbraucher weitergereicht. Unsere beiden ersten Stoffe, PÜNKELCHEN und MARIPOSA wurden nach den Öko-Tex-Richtlinien in Europa hergestellt, die Qualität war super und ihr als Kunden fandet sie ja auch „preiswert“, also ihren Preis wert.

Weniger begeistert war ich immer von dem „Duft“ nach Essig bei unseren frisch gedruckten Stoffen. Vielleicht kennt ihr den Sinn von Essig ja auch schon von eigenen Färbeexperimenten. Mit Essig. bzw. auch seiner Essenz, lassen sich prima Farben auf ganz natürliche, schonende Weise fixieren.
Der „Duft“ verliert sich nach ein paar Wochen, läßt sich auch völlig herauswaschen. Als Endverbraucher bei einem Meterchen ist der Essig zum Glück nur noch wenig zu schnuppern.

Alternativ könnte ich den Stoff ein paar Monate lagern, bis er ausgedünstet ist, aber das wollt ihr sicher nicht wirklich, oder ? 🙂

Zitat von Meiser, know how in textiles, aber der gesamte Artikel ist lesenswert:

Ein Bekleidungsstück zusammen mit allen Zutaten legt bis zu seiner Fertigstellung im Schnitt circa 4.000 Km zurück.

Ein T-Shirt besteht aus etwa 100.000 m Garn.

Zum Färben der Rohware benötigt man ca. 65l Frischwasser.

Zum Ausrüsten von 1Kg Stoff steckt man ca. 0,92l Heizöl in Form von thermischer Energie in die Ware .

Die Verwirklichung eines Modells von Idee bis zur Präsentation im Handel dauert zwischen 20 Tagen und 12 Wochen.

Da die Stoffproduktion, genau wie die Schnittmusterproduktion, insgesamt mindestens 12 Wochen dauert (zumindest bei uns/farbenmix), braucht ihr noch ein wenig Geduld, ihr ahnt wofür 🙂

Liebe Grüße und euch allen einen richtig schönen entspannten Sonntag !

LeseStoff und Plauderei am Sonntag

Gerade beschäftige ich mich mal wieder mit Stoff und seiner Ausrüstung. Dies ist heutzutage kein ganz einfaches Thema. Unzählige Möglichkeiten und diverse Kombinationen von Stoffbehandlungs- und Herstellungsverfahren sind möglich. Diese reichen von ganz billig bis zu handgewebter/ -gestrickter, völlig unbehandelter Wolle/Seide/Baumwolle, vom ersten Samenkorn ökologisch produziert, bis hin zu sehr billig produzierten, kratzendem Gewebe für Putztücher.

Auch wenn ich nicht unbedingt ein Freund von Regeln, Vorschriften und Standards bin, finde ich für Verbraucher, aber auch Hersteller, den Öko Tex 100 sehr hilfreich. Das Label hat sich durchgesetzt und schafft tatsächlich durch unabhängige Kontrollen „Textiles Vertrauen“.
Gerade ein Stoff auch für Kinder sollte nach diesen Richtlinien produziert sein.

Auch die Produktion in Europa finde ich außerordentlich wichtig, denn so entfallen die langen Schiffswege. Damit auf den monatelangen Reisen die Stoffe nicht einfach den Insekten als Nahrung oder Nest dienen, werden sie in der Regel schon im Vorfeld mit entsprechenden Giftstoffen behandelt. Diese sind dazu noch gut anhaftend, da ja die Ware lange geschützt werden soll.

Natürlich kostet der Stoff den Hersteller mehr und diese Preisdifferenz wird auch an den Verbraucher weitergereicht. Unsere beiden ersten Stoffe, PÜNKELCHEN und MARIPOSA wurden nach den Öko-Tex-Richtlinien in Europa hergestellt, die Qualität war super und ihr als Kunden fandet sie ja auch „preiswert“, also ihren Preis wert.

Weniger begeistert war ich immer von dem „Duft“ nach Essig bei unseren frisch gedruckten Stoffen. Vielleicht kennt ihr den Sinn von Essig ja auch schon von eigenen Färbeexperimenten. Mit Essig. bzw. auch seiner Essenz, lassen sich prima Farben auf ganz natürliche, schonende Weise fixieren.
Der „Duft“ verliert sich nach ein paar Wochen, läßt sich auch völlig herauswaschen. Als Endverbraucher bei einem Meterchen ist der Essig zum Glück nur noch wenig zu schnuppern.

Alternativ könnte ich den Stoff ein paar Monate lagern, bis er ausgedünstet ist, aber das wollt ihr sicher nicht wirklich, oder ? 🙂

Zitat von Meiser, know how in textiles, aber der gesamte Artikel ist lesenswert:

Ein Bekleidungsstück zusammen mit allen Zutaten legt bis zu seiner Fertigstellung im Schnitt circa 4.000 Km zurück.

Ein T-Shirt besteht aus etwa 100.000 m Garn.

Zum Färben der Rohware benötigt man ca. 65l Frischwasser.

Zum Ausrüsten von 1Kg Stoff steckt man ca. 0,92l Heizöl in Form von thermischer Energie in die Ware .

Die Verwirklichung eines Modells von Idee bis zur Präsentation im Handel dauert zwischen 20 Tagen und 12 Wochen.

Da die Stoffproduktion, genau wie die Schnittmusterproduktion, insgesamt mindestens 12 Wochen dauert ( zumindest bei uns/farbenmix ), braucht ihr noch ein wenig Geduld, ihr ahnt wofür 🙂

Liebe Grüße und euch allen einen richtig schönen entspannten Sonntag !

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